Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit im Überblick (Reclams Universal-Bibliothek) Broschiert – 11. Oktober 2013 Horst Brunner Philipp jun. GmbH Verlag

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KUNDENBEWERTUNGEN(4)

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Luka
12. Februar 2014
Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich es fu00fcr mein Studium der deutschen Sprache brauche. Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Fru00fchen Neuzeit ist das beste Buch, das man finden kann, um u00fcber die Literatur von diesen zwei Epochen zu kennen lernen. Auch die Preis ist ganz billig.
2. September 1999
Fu00fcr mich ist das Besondere an Brunners Buch der Aufbau. Literaturgeschichten gibt es viele. Hu00e4ufig sind sie in einem fortlaufenden Text niedergeschrieben, in den Interpretationen bekannter Werke und Autorenportru00e4ts eingeflochten sind. Horst Brunners Literaturgeschichte besteht aus vielen verschiedenen Kapiteln und fortlaufenden Ku00e4sten, in denen dann in kleinen Aufsu00e4tzen bestimmte Themen behandelt werden. Aufgeteilt ist der Band schon chronologisch, allerdings gibt es dann Unterkapitel u00fcber Autoren, u00fcber bestimmte Gattungen oder u00fcber bestimmte Autoren. Zuweilen wirkt das unu00fcbersichtlich. Sehr praktisch ist es aber, wenn man Informationen zu einem speziellen Thema sucht. u00dcbersichten zu bestimmten Themen (z.B.
Potassiumperoxide
15. November 2009
Der Inhalt ist gut verstu00e4ndlich, allerdings nicht besonders umfangreich oder tiefgehend. Als Ergu00e4nzung zu mehrbu00e4ndigen Literaturgeschichten wunderbar, vor allem auf Grund des erfrischenden Stils.
Insbesondere die kompakten Abhandlungen zu verschiedenen Sprachstufen und zu wichtigen Werken sind sehr nu00fctzlich.
Dies macht auch die Besonderheit des Buches aus und war fu00fcr mich ein Kaufargument. Um einzelne Fakten nachzuschlagen ist es gut geeignet, weil es so gut strukturiert ist und man Daten zu einzelnen Autoren und Werken sehr schnell findet.
Chronologisch vorgehende Literaturgeschichten mit tausenden Flieu00dftextseiten ohne sonstige Strukturierung ku00f6nnen dies nicht leisten.
Solange man die Mediu00e4vistik nicht zu seinem Spezialgebiet machen mu00f6chte, glaube ich, reicht der Umfang des Werkes fu00fcr das Studium sogar vu00f6llig aus.
Wer jedoch in der Mediu00e4vistik einen Schwerpunkt sieht, wird um umfangreichere Sprach- und Literaturgeschichten nicht herumkommen. Ich selbst nutze das Werk als Ergu00e4nzung zu meiner ansonsten etwas Bumke-lastigen Mittelalterlektu00fcre. 4 Sterne.

Leider ist die Qualitu00e4t der Klebebindung eine Katastrophe.
Daher der Abzug von einem weiteren Stern.

Das Buch hat dem harten Alltag wu00e4hrend der unmittelbaren Pru00fcfungsvorbereitung nicht einen Tag widerstanden. Entweder man akzeptiert, dass das Buch sich permanent zuklappt oder man klappt es richtig auf, was sofort zu einem Knick im Ru00fccken fu00fchrt und auu00dferdem mit dem Herausfallen gru00f6u00dferer Seitencluster bestraft wird.

Dies ist ein generelles Problem mit etwas umfangreicheren Reclam-Heftchen dieser Art. Da ich Bu00fccher normalerweise nicht nach einmaligem Lesen wegwerfe, sondern in ein Regal stellen mu00f6chte, ist diese Qualitu00e4t vu00f6llig inakzeptabel.
M. Thomas
14. Juli 2013
Horst Brunners Band u201aGeschichte der deutschen Literatur des Mittelalters im u00dcberblicku2019 bietet einen profunden u00dcberblick u00fcber mehr als 700 Jahre deutsche Literaturgeschichte. Die Absicht des Autors, u201eeinen konzentrierten und u00fcbersichtlichen u00dcberblicku201c zu gewu00e4hren, betrachte ich als gelungen. u00dcbersichtlich gegliedert und ausreichend kommentiert stellt Brunner die herausragenden Autoren und deren Werke vor. u201eDie Abbildungen sollen, wie durch ein Fenster, den Blick auf die aus dem Mittelalter selbst erhaltene u00dcberlieferung lenken und die u00dcberlieferungsbedingungen bewusst haltenu201c. Die Textbeispiele gewu00e4hren dem Leser ein Gefu00fchl fu00fcr Sprache und Reim. Den Schwerpunkt bilden die hu00f6fische Literatur und hier insbesondere die Gattungen Lied und Grou00dfepik.

Brunner weist darauf hin, dass viele Handschriften verloren gingen, andere Zeugnisse nur mu00fcndlich u00fcberliefert wurden und lu00e4ngst vergessen sind. Erschwerend fu00fcr die deutschsprachige Literatur tritt hinzu, dass die Werke des Klerus u00fcberwiegend in Latein verfasst wurden. So konnte sich vor allem am Hof die Mittelhochdeutsche Schrift und mit ihr die Freude am Minnesang und an abenteuerlichen Heldengeschichten behaupten.

Die u00e4ltesten Zeugnisse Althochdeutscher Literatur, die Bibel Wulfias, stammen aus dem vierten Jahrhundert. Das u201aHildebrandsliedu2019 wird von den Wissenschaftlern um das Jahr 830 datiert; einige Zauberspru00fcche, der im Stabreim gehaltene u201aHeliandu2019 und das u201aEvangelienbuchu2019 Otfried von Weisenburgs stammen aus dem neunten Jahrhundert.

Aus der Periode der Fru00fchmittelhochdeutschen Literatur (150 bis 1150) sind fast ausnahmslos geistlich gepru00e4gte Texte u00fcberliefert. Heiligenlegenden (vom lateinischen leganda u201edas zu lesendeu201c) standen hoch im Kurs.

Die Mittelhochdeutsche oder Hu00f6fische Dichtung umspannt den Zeitraum zwischen 1150 und 1350.

Das Minnelied (u201emein Liedu201c) wurde von den franzu00f6sischen Troubadouren u00fcbernommen. Der Minnesang feierte zwischen 1190 bis 1230 seine gru00f6u00dften Triumphe. Walther von der Vogelweide und Hartmann von Aue waren die bekanntesten Barden. Dietmar von Eist reimte: u201eliep ane leit mac niht sin (Lieb ohne Leid mag nicht sein)u201c. Der von Ku00fcrenberg stellte den Vergleich auf: u201eWip unde vederspil diu werdent lihte zam (Weib und Jagdvogel, die werden leicht zahm)u201c. Kennzeichen des Minnelieds sind die monologische Klage des Su00e4ngers u00fcber die unerfu00fcllte Erhu00f6rung der Angebeteten, der Schmerz u00fcber die Trennung am Morgen oder aufgrund eines bevorstehenden Kreuzzuges.

In der Grou00dfepik (z.B. Rolandslied, Nibelungenlied) wurden historische Personen (z.B. Karl der Grou00dfe, Theoderich der Grou00dfe) und geschichtliche Ereignis (z.B. Hunneneinfall) verarbeitet. In der vielbesungenen Artussage vermischen sich Realitu00e4t und Fantasie. Dem Leser oder Zuhu00f6rer wurde vermittelt, wie Pflichtverletzungen von wackeren Rittern durch abenteuerliche Pru00fcfungen gesu00fchnt werden. In Wolfram von Eschenbachs u201aParzivalu2019 fand der Stoff seine Mittelhochdeutsche Vollendung.

Die Spu00e4tzeit der hu00f6fischen Epik (1220 bis 1350) brachte neue Literaturformen hervor. Die Prunkt- und Grou00dfform der Lieddichtung war der sogenannte Leich. Seine u201ekunstvollen Verseu201c wiesen dieselbe Melodie auf. Der Dichter Tannhu00e4user galt als ausgewiesener u201eLeichspezialistu201c. Eine andere Form der Dichtung jener Zeit wird u201aSangspruchdichtungu2019 genannt. u201eAls Aufgabe ihrer Kunst sahen es die Spruchdichter an, an Heilstatsachen zu erinnern, adliges Bewusstsein und rechtes Verhalten zu lehrenden Ruhm einzelner Adliger und Fu00fcrsten zu mehren und als deren Sprachrohr politische Einflussnahme zu versuchenu201c. Es wurden Dichterwettku00e4mpfe und Su00e4ngerkriege (z.B. Wartburgkrieg) abgehalten u2013 wie es scheint, haben die u201abattlesu2019 der Rap-Musiker hier ihre historische Wurzel. Die Ku00fcnstler nannten sich u201aMeisteru2019, abgeleitet aus dem lateinischen Wort magister.

Mit der Betrachtung der Fru00fchneuhochdeutschen Literatur beendet Horst Brunner sein Werk. In der Grou00dfepik tritt erstmalig mit dem u201aFortunatusu2019 ein Originalroman ohne fremdlu00e4ndische Vorlage in deutscher Sprache auf. Beklagt wird die Unbestu00e4ndigkeit des Glu00fccks. Zweifel werden auch an der gu00f6ttlichen Fu00fcgung geu00e4uu00dfert, denn u201edie u201aGutenu2019 werden keineswegs immer belohnt, die u201aSchlechtenu2019 hu00e4ufig nicht bestraftu201c. Beachtenswert auch Hervorhebung der Bedeutung des Geldes.

Horst Brunners Werk ist fu00fcr alle, die sich u2013 sei es aus Studiengru00fcnden, sei es privat u2013 fu00fcr die Urspru00fcnge der deutschsprachigen Literatur interessieren.

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